Slow Medicine

Moderne Medizin ist von unglaublichem Zeitdruck geprägt, da medizinische Einrichtungen zu wirtschaftlichen Unternehmen geworden sind. Das hat sein Gutes - damit bleibt Medizin für alle leistbar und rasch verfügbar. Die Kehrseite davon ist, dass schnelle, übertragbare Entscheidungen zum Maß aller Dinge geworden sind und mehr und mehr reflexives Abwägen, kritisches Hinterfragen und ruhiges Beobachten des Einzelfalls verdrängen.

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Wie es ist.

Es herrscht die Maxime der Schnelligkeit und Betriebsamkeit. Das geht soweit, dass Menschen, die in heilenden Berufen arbeiten tatsächlich schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich Zeit nehmen und geduldig zuhören. Und das, wo gerade darin so viel heilsames Potential liegt.

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Wie es ist.

Es herrscht die Maxime der Schnelligkeit und Betriebsamkeit. Das geht soweit, dass Menschen, die in heilenden Berufen arbeiten tatsächlich schlechtes Gewissen haben, wenn sie sich Zeit nehmen und geduldig zuhören. Und das, wo gerade darin so viel heilsames Potential liegt.

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Warum es ist wie es ist.

Schnelligkeit kann Leben retten. Wenn sie notwendig ist - also im wahrsten Sinne des Wortes eine Not wendet - ist es gut schnell, analytisch und effizient arbeiten zu können. Das eine schließt das andere nicht aus. Erzeugt Schnelligkeit jedoch Not, statt sie zu wenden, läuft etwas gehörig falsch.

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Wie es war.

Blicken wir in die Vormodere der Medizin, entdecken wir ein sehr stimmiges Menschenbild: Der Körper und seine Prozesse wurden im übertragenen Sinne als Pflanze, und Krankheiten als Zeichen mangelnder Übereinstimmung zwischen Innen- und Umwelt begriffen. Wir Heilenden waren die Gärtner, die aus dem Weg räumten, was dabei behinderte selbst wieder heil zu werden.

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Und wieder sein könnte.

Die TCM behandelt noch heute nach ähnlichen Prinzipien - und das mit großem Erfolg. Dieses ganzheitliche Verständnis von Gesundheit, ergänzt um moderne, evidenzbasierte Medizin, prägt mein Wirken als Hebamme und Lehrende.

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Wie ich bin.

Ich lebe Slow Medicine nicht als Hokuspokus und rückwärtsgerichtete Liebhaberei, sondern als medizinische Herangehensweise, die evidenzbasiertes Wissen, Übung und Logik voraussetzt. Sie ist individualisiert, frauen*zentriert, tempogedrosselt und schließt die Verbindung zwischen Körper, Geist und Seele in die medizinischen Abwägungen mit ein.